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Tennis Stoppball – Den Stopp richtig spielen – Tennis Technik


Hallo liebe Tennisfans, hier ist wieder euer Markus von “All about
Tennis”. Viele von euch haben sich ja ein Video zum
Stop gewünscht und hier ist es endlich. Als 1. möchte ich zur Technik kommen. Die Technik eines Stops ist im Grunde gleich
mit der Technik eines Volleys oder Slice. Man könnte also sagen, ein Stop ist ein sehr
langsamer Slice, der in einem etwas höheren Bogen übers Netz gespielt wird, oder eben
ein Volley, der etwas weicher und höher gespielt wird. Wie diese beiden Schläge wird natürlich
auch ein Stop unterschnitten, also mit Rückwärtsdrall gespielt. Die Griffhaltung ist der Continentalgriff
oder Mittelgriff. Ich greife also von oben auf den Schläger
drauf und halte ihn wie einen Hammer. Die Schlagfläche ist dabei senkrecht zum
Boden. Dieser Griff ist identisch bei Vorhand- und
Rückhand-Stop. Wie bei einem Volley geht’s bei einem Stop
auch in 1. Linie um Kontrolle. Es muss vor allem die Länge und die Höhe
des Balles perfekt kontrolliert werden. Die Richtung muss natürlich auch passen,
aber die ist eigentlich kaum das Problem. Und welche Technik wäre denn besser geeignet,
als die Volleytechnik, wenn’s um Präzision geht. Das bedeutet, ich hole beim Stop fast nicht
aus, beginne also eher hier neben dem Körper, denn ich muss dem Ball ja kaum Druck mitgeben. Die Schlagfläche ist leicht bis stark geöffnet,
je nachdem was für einen Ball ich annehme. Nehme ich z.B. einen Topspin des Gegners im
Aufsteigen, wäre die Schlagfläche nur minimal geöffnet, fast schon senkrecht zum Boden. Wenn ich dagegen auf einen Slice des Gegners
einen Stop spielen will, müsste meine Schlagfläche sehr weit geöffnet sein, damit ich noch genügend
Höhe in meinen Stop bekomme. Dann bewege ich meinen Schläger möglichst
geradlinig nach vorne, bzw. evtl. etwas nach vorne unten. Je nachdem, wie viel Höhe ich erzeugen muss,
um noch über’s Netz zu kommen. Das Handgelenk sollte man dabei relativ ruhig
lassen und den Ball überwiegend aus dem Arm spielen. Sowohl aus dem Handgelenk zu schlagen, als
auch eine extreme Kurve, also erst nach unten und dann wieder nach oben zu schwingen, würde
einen Kontrollverlust bedeuten. Aber genau das scheint eine sehr verbreitete
falsche Vorstellung zu sein und die Schlagbewegung wird oft so ausgeführt. Die Folge davon ist, dass man den Ball eigentlich
kaum noch trifft, und erst recht nicht an den Ort bringt, wo man ihn gerne hin haben möchte. Meinen restlichen Körper muss ich auch eher
nicht einsetzen bei einem Stop, also die Körperdrehung bei der Vorhand oder die Beine. Wichtig ist, dass ich möglichst ruhig bleibe,
während ich den Stop spiele, denn jede hektische Bewegung kann mir den Schläger verreißen
und ich verliere Kontrolle. So gesehen ist ein Stop gar kein technisch
schwieriger Schlag, aber man braucht eine wahnsinnige Präzision, damit er gegen gute
Gegner Erfolg hat. Und man braucht Überraschungsmoment. Das bedeutet, dass man auf hohem Niveau niemals
gleich mit einer Stoptechnik ausholen würde, denn ein guter Spieler würde das erkennen
und bereits an der T-Linie stehen, bevor der Stop überhaupt aufkommt. Das heisst, wenn ich einen Stop spiele, dann
hole ich erstmal für meinen Vorhand- oder eben Rückhand-Topspin aus, auch mit meinem
exakten Topspin-Griff. Erst kurz bevor der Ball am Treffpunkt ist,
greife ich um zum Continental-Griff und spiele den Stop. Ein guter Spieler erkennt den Stop, sobald
man umgreift. Selbst wenn die Ausholbewegung für den Topspin
nicht wie üblich war, oder der Griff nicht ganz für den Topspin passt, wird ein guter
Spieler das erkennen und mit einem Stop rechnen. Deshalb ist es wichtig, wirklich genau so
auszuholen, als würde man einen Topspin spielen wollen und erst im allerletzten Moment umzugreifen. Beim einhändigen Rückhand-Topspin hat man
ja sowieso die linke Hand am Schläger, die das Umgreifen übernimmt. Bei der Vorhand muss die Schlaghand das ganz
alleine machen, was etwas ungewohnt sein kann. Bei einer beidhändigen Rückhand ist es vergleichsweise
einfach, da ist die Schlaghand sowieso schon relativ passend am Schläger, so dass man nur
noch mit der linken Hand los lassen muss. Falls man sowieso viel Slice-Rückhände spielt,
so kann man natürlich auch für einen Slice ausholen und dann den Stop spielen. Allerdings wird der Gegner von Haus aus weiter
vorne stehen, wenn er eine Slice-Ausholbewegung sieht und sich auch bewusst sein, dass ein
Stop kommen kann, denn eine Slice-Ausholbewegung ist von einer Stop-Ausholbewegung nicht zu
unterscheiden. Als nächstes möchte ich zur Taktik kommen. Auf welche Bälle setze ich einen Stop ein? Ein Stop bietet sich vor allem auf kurze,
etwas schwächere Bälle des Gegners an, auf die ich entweder einen aggressiven Topspin
oder Slice als Angriffsball oder eben einen Stop spielen kann. Je weiter vorne ich bin, desto einfacher kann
ich den Stop knapp übers und kurz hinters Netz spielen. Je weiter ich weg bin vom Netz, um so schwieriger
wird’s natürlich. Am einfachsten ist ein Stop, als Antwort auf
einen Stop des Gegners, also ein Gegenstop. Damit rechnet ein guter Gegner aber auch. Teilweise kann man aber auch noch erfolgreiche
Stops von der Grundlinie oder sogar von knapp dahinter spielen, weil der Gegner dann kaum
damit rechnet. Man sollte dann aber ein ziemlich gutes Ballgefühl
haben und gut antäuschen. Andy Murray z. B. macht das mit seiner Rückhand wirklich
unglaublich gut. Dann zur nächsten Frage: Wo spiele ich einen
Stop am Besten hin? Das Wichtigste ist natürlich, dass er relativ
kurz hinters Netz kommt, aber auch, dass er nicht zu hoch wird. Es ist wirklich besser, den Stop lieber mal
einen Meter länger zu spielen, aber einigermaßen flach zu halten, bevor er in hohem Bogen übers
Netz fliegt. Denn dann hat ihn ein schneller Spieler garantiert,
egal wie kurz er auch kommt. Es ist nicht allzu wichtig, einen Stop auf
eine Seite zu platzieren. Mit einer Ausnahme: Wenn ich einen Ball sehr
tief annehme, dann kann ich vor allem mit der Rückhand recht viel Seitenschnitt erzeugen, und zwar so, so dass ein longline-Stop mehr Sinn macht, weil er aus dem Feld seitlich raus springt. Zum Schnitt vielleicht noch ein paar Worte:
Es ist nicht unbedingt sinnvoll, extrem viel Schnitt in den Ball zu legen. Rückwärtsdrall ist richtig und auch wichtig,
keine Frage. Aber ich sehe teilweise Hobbyspieler, die
so viel Unterschnitt in den Ball legen möchten, dass sie ihn kaum mehr treffen. Der Ball soll stehen bleiben oder wenig nach
hinten abspringen, aber er muss wirklich nicht rückwärts springen. Wenn man das versucht, steigt die Fehlerquote
so an, dass es sich einfach nicht mehr rechnet, einen Stop zu spielen. Und ein erfolgreicher Stop hängt im hochklassigen
Tennis in erster Linie vom Überraschungsmoment ab, dann von der Präzision, wie kurz und
wie hoch übers Netz er gespielt wurde und als aller letztes kommt es darauf an, ob er
etwas mehr oder weniger Rückwärtsdrall hat. Dann kommt es auch noch ein bisschen auf den
Gegner an, ob man eher mal einen Stop einsetzt oder lieber nicht. Ich würde z.B. kaum einen Stop gegen einen
Serve-and-Volley-Spieler einsetzen. 1. Weil er mit Sicherheit viel mit dem Stop anfangen
kann. 2. Weil er sowieso gerne am Netz ist und ich
ihm damit die Möglichkeit gebe und 3. Weil ich als Grundlinienspieler mit Sicherheit
besser von der Grundlinie bin als er, so dass meine Chancen gut stehen, solange ich ihn
an der Grundlinie halte. Dagegen könnte man eher mal einen Stop einsetzen
gegen einen sehr guten Grundlinienspieler, der gerne von weit hinten agiert und z.B.
sehr gut passiert, wenn man mit einem langen Ball angreift. Grundsätzlich bin ich aber kein großer Fan
von Stops. Ein Stop ist hauptsächlich eine Variante,
die ich anstatt eines Angriffsballs oder Winners einsetzen kann und ich persönlich würde
immer eher zum Angriffsball greifen, was eigentlich auch alle guten Spieler tun. Man kann ganze Matches gewinnen, ohne einen
einzigen Stop zu spielen. Trotzdem ist er natürlich eine zusätzliche
Variante, die teilweise Sinn machen kann. Man muss nur etwas aufpassen, denn man kann
durch den Einsatz von zu vielen Varianten nicht nur den Gegner, sondern auch sich selbst
ganz schön aus dem Konzept bringen. Aber dazu mache ich evtl. nochmal ein Taktik-Video. Das war’s soweit zum Stop. Ich hoffe, ihr könnt mit dem Video was anfangen
und ich konnte möglichst viele eurer Fragen beantworten. Viele Grüße und wie immer: Viel Spass beim
Üben! Euer Markus

David Frank

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13 COMMENTS

  1. Panagiotis Zorpidis Posted on February 10, 2018 at 4:19 pm

    Einhängen rückhand lernen

    Reply
  2. Panagiotis Zorpidis Posted on February 10, 2018 at 4:20 pm

    Einhändige *

    Reply
  3. Marcel Werner Posted on February 10, 2018 at 4:57 pm

    Endlich mal wieder ein Video gutes Video

    Reply
  4. The Zocker X Posted on February 10, 2018 at 6:51 pm

    Kannst mal ein Video machen wie du Spielst bitte

    Reply
  5. Gerda Kreil Posted on February 10, 2018 at 9:12 pm

    Richtig gut….LG, Gerda

    Reply
  6. Axel Münz Posted on February 11, 2018 at 9:58 am

    Alles sehr übersichtlich und gut

    Reply
  7. Merlin Maij Posted on February 11, 2018 at 5:28 pm

    Darauf habe ich die ganze Zeit gewartet. Vielen Dank für das super Video 👍🏻👍🏻👍🏻

    Reply
  8. Infamous Moonballer Posted on February 12, 2018 at 12:07 pm

    Hallo Markus,

    Danke für dieses klasse Video. Macht wieder richtig Lust auf „Stöpchen – Löbchen“. Und super Tipp, zwecks Kontrolle, nicht zu viel Backspin in den Stop zu legen. Deine Demonstration des verdeckten Stops mit der Vorhand, bei welcher mit nur einer Hand im Schwung auf von Semiwestern auf Continental Griff gewechselt wird, fand ich sehr beeindruckend, ist wohl der Masterclass vorbehalten 🙂 Ich werde mir daher diese Variante Stop auf der Vorhand verkneifen müssen.

    Freue mich schon auf Dein nächstes Video!

    Was mich auch sehr interessieren würde: ein Video zum Equipment (Rackets, Strings).

    All the best for all about Tennis
    Jörg 😃

    Reply
  9. Axel Münz Posted on February 15, 2018 at 5:10 pm

    Ich bin begeistert 👍👍👍🎾🎾🎾
    Axel

    Reply
  10. BDTraining - Online Tennis lernen Posted on February 15, 2018 at 9:52 pm

    Super Video – mach weiter so
    Lg Benni

    Reply
  11. Tobias Kübler Posted on September 4, 2018 at 8:28 am

    gut erklärt aber ich finde du könntest einen tick schneller reden…schaue mir deine Videos in 1.25 speed an 😀

    Reply
  12. Nicolas Mehl Posted on September 1, 2019 at 3:50 pm

    Sehr gut.Vielen Dank!

    Reply
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